Christian Renner (ch12r)

Cebit 2009 – I’ll be back …

“Wer die Welt bewegt, bewegt sich hier.” Gemeint ist das Messegelände im Süden meiner momentanen Lebensabschnittsheimat Hannover. Das diesjährige Motto der weltgrößten ICT-Messe ist großspurig, wie auch schon die Jahre zuvor. Dieses Jahr ist es jedoch berechtigt. Dieses Jahr hat die Cebit einen Partner, wie es man sich für DIE Messe nicht besser träumen kann: Den Governator.

Ob der Terminator höchstpersönlich auf der Cebit erscheinen wird, ist unklar. In einem Interview sagte er, er würde alles in seiner Macht stehende dafür tun, auf der Messe anwesend zu sein. Aufgrund der kurzen Distanz zum Messegelände und des Besitzes (bisher) einer Freikarte, werde ich in jedem Fall wieder zum ehemaligen Expo-Gelände pilgern und etwas von der großen, weiten IT-Welt in mich aufsaugen. Größter Vorteil dieses Jahr ist, dass ich die Möglichkeit habe auch unter der Woche schon auf die Messe zu gehen. Dadurch kann ich zum einen dem Familien-Beutelratten-Strom ausweichen und zum anderen eine der angekündigten Keynotes lauschen. Um Letztere soll es nun auch im Weiteren gehen, auch wenn man über Beutelratten ebenso locker einen ganzen Blogeintrag füllen könnte.

Die Themen der Keynotes

Während auf der letztjährigen Cebit das Buzzword “Green IT” in aller Munde umhergeisterte, haben sich die Messeplaner es sich nicht nehmen lassen, das diesjährige Programm an einem weiteren auszurichten: Webciety. Eine wunderhübsche Wortschöpfung, wogegen der Rest der Hauptthemen, da bekannt, einem doch eher muffig vorkommen:

  • Webciety
  • Security
  • Green IT
  • eHealth
  • Mobility

Betrachtet man die Topics der Keynotes der “Global Conferences” vom 3. bis 6. März genauer, darf man jedoch aufatmen, da bis auf Mobility, die anderen Themen weitgehend ausgeklammert bleiben. Am ersten von vier Tagen dreht es sich um die grundsätzlichen Auswirkungen der ICT auf die globale Gesellschaft. Durch Beiträge von Vertretern der Branchengrößen (Microsoft, SAP, Alcatel-Lucent, Intel) und dem anschließenden Panel werden die Weichen gestellt, um den Rest der Woche die technischen Fortschritte, die nicht nur mittels Keynotes, sondern speziell auch durch die vielen Aussteller und deren Produkte, vermittelt werden, besser aufzunehmen und unter einem sozialen, globalen Gesichtspunkt zu sehen.
Am zweiten Tag der Cebit wird die Medienkonvergenz thematisiert. Die Vertreter sind mittels Keynotes T-Mobile, Skype, XING und Acer, sowie im Panel unter anderem Helmut Thoma. Wer den charismatischen Ex-RTL-Chef mag, sollte sich das genau so wenig entgehen lassen, wie die abendlich stattfindende Verleihung des “Convergators Awards”, in dessen Rahmen derselbige eine Laudatio halten wird.
Der vorletzte Tag steht ganz im Zeichen der Wirtschaftskraft, die hinter der ICT steht. Während zum einen Blicke auf die Krise geworfen werden sollen, steht auf der anderen Seite die immense Innovationskraft, die auch in Zukunft die Triebfeder für die Wirtschaft sein soll. In diesem Zusammenhang werden die Vertreter großer Wirtschaftsunternehmen, wie Dell, IBM, Porsche und andere, ihre Visionen für die Zukunft zum Besten geben.
Am vierten und letzten Konferenztag wird noch einmal die Rolle des Internets im Zusammenhang mit der Webciety herausgestellt. Vertreter der Global Player des “Web 2.0” (Linkedln, Flickr, Yahoo, Amazon, MySpace, Ciao) gehen auf die aktuellen Trends (“Cloud Computing”, Amazon) und die Zukunft des Webs ein.

Und sonst?

Natürlich hat die Cebit neben den offiziellen Konferenzen noch viel mehr zu bieten. Was ich jedoch aus meinen Besuchen auf der Messe bisher gelernt habe, ist sich nicht zu viel vorzunehmen, ansonsten kann einen die Vielfalt an neuen Ideen und Produkten erschlagen. Wer sich für eine der oben genannten Keynotes oder Panels eingetragen hat, kann sich im Zuge dessen auch gleich für eine “Guided Tour” anmelden. So verpasst man für das jeweilige Thema garantiert nichts.
Wer den Luxus hat, mehrere Tage auf die Messe gehen zu können, sollte dies ausnutzen. Ansonsten muss man zwangsweise Abstriche machen. Auf jeden Fall zu empfehlen ist Halle 9. Dort befindet sich neben den Ständen der einzelnen Bundesländer auch der Future Parc. Verschiedene Institute präsentieren hier ihre neuesten Forschungsergebnisse. Gerade das Fraunhofer Institut ist in dieser Beziehung meist für eine Überraschung gut. Ansonsten dürfte es dieses Jahr wohl in der Halle 6 zu Gedränge kommen. Neben dem Hauptpavillon Kaliforniens, wo man im Zweifelsfall den Governator antreffen dürfte, sind hier die Internet & Mobile Solutions zu finden, welche eines der Hauptthemen dieses Jahr darstellen. Was gegen Abend auch immer zu empfehlen ist, sind die Partystände, an denen man den stressigen Messealltag ausklingen lassen kann.

Also denn, vielleicht sieht man sich ja dann im März, wenn es heißt: I’ll be back …

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